Depression bei Männern und Frauen: Symptome, Unterschiede und Behandlung
Depression gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit – und gleichzeitig zu denjenigen, die oft zu spät erkannt werden. Frauen erhalten statistisch häufiger eine Diagnose, während Männer deutlich häufiger an den Folgen unbehandelter Depressionen sterben, etwa durch Suizid. Diese Diskrepanz wirft eine wichtige Frage auf: Wird Depression bei Männern und Frauen unterschiedlich erforscht – und unterschiedlich früh (bzw. spät) diagnostiziert?
Daher geht es im heutigen Beitrag um typische Unterschiede im Verlauf von Depression bei Männern und Frauen sowie eine Gender-Data-Gap in der Depressionsforschung. Auch beschreiben wir schulmedizinische Behandlungsmethoden und den Nutzen komplementärer Therapien.
Depressionen erkennen: Anzeichen bei Männern und Frauen
Depression zeigt sich nicht bei allen Betroffenen gleich. Zu den klassischen Symptomen zählen gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und ein Verlust an Lebensfreude. Diese Symptomkombination bildet die Grundlage der diagnostischen Kriterien psychiatrischer Klassifikationssysteme (American Psychiatric Association, 2013; WHO, 2019).
Große epidemiologische Studien zeigen jedoch ein auffälliges Muster: Frauen erhalten etwa doppelt so häufig eine Depressionsdiagnose wie Männer. Eine Metaanalyse internationaler Bevölkerungsstudien bestätigt diesen Unterschied über viele Länder hinweg (Salk et al., 2017).
Unterschiedliche Ausdrucksformen der Erkrankung
Statistisch zeigt sich bei Männern häufig ein anderes Beschwerde-Bild als bei Frauen.
Zu häufigen Anzeichen bei Männern zählen:
· Reizbarkeit
· aggressives oder impulsives Verhalten
· erhöhter Alkohol- oder Substanzkonsum
· riskanteres Verhalten im Alltag.
Im Alltag werden solche Anzeichen nicht immer zeitnah als Depression erkannt, da viele diagnostische Kriterien eher auf klassische Symptome wie Traurigkeit oder Antriebslosigkeit ausgerichtet sind. Einige Forscher sprechen deshalb von sog. Externalisierenden Symptomen bei Männern (Martin et al., 2013).
Frauen berichten häufiger über „klassische“ depressive Beschwerden.
Dazu gehören insbesondere:
· anhaltende Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit
· ausgeprägte Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe
· starkes Grübeln („Rumination“)
· Schlafstörungen
· Müdigkeit und Energielosigkeit
· Appetitveränderungen
· Gefühle von Hoffnungslosigkeit oder Überforderung.
Solche Anzeichen werden in der Forschung häufig als internalisierende Symptome beschrieben, weil sie sich eher in emotionalem Rückzug, Grübeln oder Selbstzweifeln äußern als in nach außen gerichteten Verhaltensänderungen (Kuehner, 2017).
Depression: Wie und durch wen erfolgt eine Diagnose?
Die Diagnose basiert nicht auf einem einzelnen Test, sondern auf einer klinischen Gesamteinschätzung.
Am häufigsten beteiligte Medizinerinnen und Mediziner:
· Hausärzte, die oft die erste Anlaufstelle sind
· Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
· Psychotherapeuten
· in manchen Fällen auch Neurologen.
Typische Bestandteile der Diagnostik sind:
· ausführliches ärztliches Gespräch (Anamnese) über Stimmung, Schlaf, Antrieb, Stressfaktoren und Lebenssituation
· strukturierte diagnostische Kriterien nach internationalen Klassifikationssystemen wie DSM-5 oder ICD-10 / ICD-11 (American Psychiatric Association, 2013; World Health Organization, 2019)
· standardisierte Fragebögen, z. B. PHQ-9 (Patient Health Questionnaire), Beck Depression Inventory (BDI)
· körperliche Untersuchung und Laborwerte, um andere Ursachen auszuschließen.
Die Diagnose wird gestellt, wenn über mindestens zwei Wochen mehrere typische Symptome gleichzeitig bestehen und den Alltag deutlich beeinträchtigen.
Gibt es eine Gender-Data-Gap bei Depressionen?
Historisch wurden viele klinische Studien überwiegend an männlichen Probanden durchgeführt. Hormonelle Schwankungen bei Frauen galten lange als potenzieller „Störfaktor“ für Studien-Ergebnisse. Dadurch entstanden in vielen Bereichen der Medizin Datenlücken zu geschlechtsspezifischen Unterschieden (Holdcroft, 2007).
Auch in der Depressionsforschung wird diskutiert, ob man es mit einer Gender-Data-Gap zu tun hat. Allerdings anders als man es von anderen Forschungsfeldern kennt: Diagnose-Modelle sind wohl stärker auf Symptom-Profile zugeschnitten, die häufiger bei und von Frauen beschrieben werden. Gleichzeitig zeigen viele Studien keine systematische Auswertung nach Geschlecht. Auch gibt es keine geschlechtsspezifischen Dosierungs- und Einnahme-Empfehlungen, was wiederum eine Datenlücke darstellt.
Schulmedizinische Behandlungsmethoden bei Depressionen
Probleme benennen: richtig und wichtig
Psychotherapeutische Verfahren – insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie – gehören zu den am besten untersuchten Behandlungsformen. Meta-Analysen zeigen, dass psychotherapeutische Ansätze depressive Symptome deutlich reduzieren können und für viele Betroffene eine zentrale Säule der Behandlung darstellen (Cuijpers et al., 2020).
Ggf. können Hausarztpraxen bei der Suche nach geeignetem psychotherapeutischen Angebot unterstützen. In Deutschland vermitteln darüber hinaus auch die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen, Online-Arztsuchen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie die Therapeutenverzeichnisse der Psychotherapeutenkammern entsprechende Ansprechpartner.
Antidepressiva: Behandlungsmaßnahmen, die Fragen aufwerfen
Bei mittelgradigen und schweren Depressionen werden zusätzlich häufig Antidepressiva eingesetzt. Dazu gehören selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs). Diese Medikamente beeinflussen den Neurotransmitterhaushalt im Gehirn – insbesondere das serotonerge System – und sollen die gestörte Stimmungslage stabilisieren.
Allerdings weisen Fachinformationen und Arzneimittelbehörden auch auf Nebenwirkungen und Risiken hin. Dazu zählen beispielsweise Gewichtszunahme, Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen oder innere Unruhe.
Gravierender: Studienanalysen dazu führten, dass Arzneimittelbehörden einen Warnhinweis einführten, wonach SSRIs bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Risiko für suizidale Gedanken oder suizidales Verhalten erhöhen können, insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Änderungen der Dosis. Aus diesem Grund wird eine engmaschige ärztliche Beobachtung in dieser Altersgruppe empfohlen (Stone et al., 2009). Skepsis ist also in manchen Situationen angebracht, schließlich sollen Antidepressiva eigentlich dazu dienen, Krisen zu verringern und evtl. Suizidgefahr zu mindern – nicht zu verstärken.
Naturheilkunde bzw. Alternativmedizin bei Depressionen
Viele Betroffene interessieren sich für naturheilkundliche und ganzheitliche Strategien.
Hier stellen wir Ihnen einige der am besten untersuchten Substanzen vor:
· Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Johanniskraut gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffen bei Depression. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit zeigt, dass standardisierte Extrakte bei leichter bis mittelgradiger Depression wirksam sein können (Linde et al., 2008).
In klinischen Studien wurden meist 500 – 900 mg standardisierter Extrakt pro Tag eingesetzt. Entscheidend ist dabei die Standardisierung des Präparats, da Wirkstoffgehalte stark variieren können.
Johanniskraut wirkt auf mehrere Neurotransmittersysteme gleichzeitig. Diskutiert werden Effekte auf Serotonin-, Dopamin- und Noradrenalin-Transporter, wodurch die Signalübertragung zwischen Nervenzellen beeinflusst wird. Darüber hinaus zeigen experimentelle Studien Hinweise auf entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften. Klinisch wird Johanniskraut vor allem bei Stimmungstief, Antriebslosigkeit, innerer Unruhe und Schlafstörungen im Rahmen leichter bis mittelgradiger Depressionen eingesetzt.
· L-Methylfolat
L-Methylfolat, die aktive Form von Vitamin B9, spielt eine Rolle im Homocystein- und Neurotransmitterstoffwechsel. In randomisierten Studien wurde L-Methylfolat als Zusatztherapie zu Antidepressiva untersucht.
Dosierungen von etwa 7,5 – 15 mg pro Tag können depressive Symptome bei Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf Antidepressiva verbessern (Papakostas et al., 2012).
Das funktioniert, da L-Methylfolat an der Synthese von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin beteiligt ist. Ein gestörter Folat-Stoffwechsel oder erhöhte Homocystein-Werte werden in Studien mit depressiven Symptomen in Verbindung gebracht.
· Omega-3-Fettsäuren
Präparate mit EPA-reichen Omega-3-Fettsäuren können depressive Verstimmungen reduzieren. Die untersuchten Dosierungen liegen meist im Bereich von 1 – 2 g EPA/DHA pro Tag.
Die bekannten Wirkmechanismen (Grosso et al., 2014):
· Modulation entzündlicher Prozesse, die bei Depression häufig erhöht sind
· Stabilisierung neuronaler Zellmembranen, wodurch die Signalübertragung verbessert werden kann
· Einfluss auf Serotonin- und Dopamin-Systeme.
· Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Rosenwurz wird traditionell als Adaptogen eingesetzt und unterstützt Stressresistenz sowie mentale Leistungsfähigkeit. Pharmakologisch werden Effekte auf Stresshormone, Neurotransmitter sowie antioxidative Systeme beschrieben.
Rhodiola-Extrakt kann Studien-Ergebnissen zufolge die Auswirkungen moderater Depressionen lindern. Hier sind auch mentale Müdigkeit, Stress und Konzentrationsprobleme zu nennen. Dabei wurden etwa 340 – 680 mg Extrakt täglich verwendet (Mao et al., 2015).
· Safran (Crocus sativus)
Safran ist wegen antidepressiver Wirkung Gegenstand der Forschung. In klinischen Studien zeigte sich eine Verbesserung der Stimmungslage bei leichter bis moderater Depression (Akhondzadeh et al., 2004).
Die in Studien verwendete Dosierung liegt meist bei ca. 30 mg Safran-Extrakt täglich.
· S-Adenosylmethionin (SAMe)
SAMe ist eine körpereigene Substanz, die im Methylierungsstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt und an der Bildung verschiedener Neurotransmitter beteiligt ist. Es beeinflusst z. B. die Synthese von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin sowie verschiedene zelluläre Methylierungsprozesse im Gehirn. Darüber hinaus werden Effekte auf Membranfluidität und antioxidative Systeme diskutiert.
SAMe wird vor allem bei depressiver Stimmung, Antriebslosigkeit und kognitiver Verlangsamung untersucht. Eine systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration zeigt Hinweise darauf, dass SAMe solche Beschwerden lindern kann. Zur Anwendung kommen meist Dosierungen von etwa 800 – 1600 mg täglich. (Galizia et al., 2016).
· Vitamin D
Vitamin D wird zunehmend im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit untersucht. Ein Vitamin-D-Mangel wurde in mehreren Studien mit depressiven Symptomen in Verbindung gebracht (Vellekkatt & Menon, 2019; Spedding, 2014).
Vitamin D wirkt im Körper nicht nur als Vitamin, sondern als Hormonvorstufe, die auch im Gehirn Rezeptoren besitzt – Effekte auf Neurotransmitter, Entzündungsprozesse und neurotrophe Faktoren sind daher möglich (Spedding, 2014).
In klinischen Studien wurden häufig Dosierungen im Bereich von 1.000 – 2.000 IU täglich eingesetzt, ein konsistenter antidepressiver Effekt ist jedoch nicht in allen Studien nachweisbar (Okereke et al., 2020).
Alternative Verfahren
Falls von „Heilverfahren“ zu sprechen als irreführend aufgefasst würde – die folgenden Verfahren allein heilen nicht. Aber: Meditation, Yoga und Achtsamkeitsbasierte Verfahren (Mindfulness) können depressive Beschwerden messbar lindern und das Rückfallrisiko reduzieren (Goldberg et al., 2018).
Sie wirken vor allem über Stressregulation, Schlafverbesserung und Emotionskontrolle. In unserem zweiten Beitrag zu Fibromyalgie erfahren Sie mehr zur Durchführung solcher Übungen, ebenso wie dazu, wo man professionelle Beratung und angebotene Kurse findet.
Fazit: Entscheidend ist, Depressionen umfassend zu behandeln!
Depressionen sind komplex – mit biologischen, psychologischen und sozialen Ursachen.
Der Vergleich zwischen Männern und Frauen zeigt, dass Symptome unterschiedlich auftreten und interpretiert werden können. Gleichzeitig wird deutlich, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Forschung noch nicht immer ausreichend berücksichtigt werden.
Schulmedizinische Therapie, Lebensstilfaktoren und naturheilkundliche Ansätze schließen sich nicht aus – sie können sich sinnvoll ergänzen. Entscheidend bleibt jedoch eine frühzeitige Diagnose und professionelle Behandlung.
FAQ – häufige Fragen rund um Depressionen und naturheilkundlicher Behandlung
1. Was ist der Unterschied zwischen depressiver Verstimmung und klinischer Depression?
Eine depressive Verstimmung ist meist vorübergehend und tritt häufig als Reaktion auf Belastungen auf. Eine klinische Depression ist dagegen eine diagnostizierbare Erkrankung, bei der mehrere Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme den Alltag deutlich beeinträchtigen. Die Diagnose erfolgt anhand standardisierter Kriterien (z. B. DSM-5 oder ICD-10).
2. Können Depressionen neben Schlafstörungen auch andere körperliche Symptome verursachen?
Ja, typisch sind neben Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, diffuse Schmerzen (z. B. Rücken-, Kopf- oder Muskelschmerzen), Magen-Darm-Beschwerden sowie Appetitveränderungen. Diese somatischen Symptome können dazu beitragen, dass die zugrunde liegende Depression zunächst nicht erkannt wird. Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen primär körperliche Beschwerden berichtet, obwohl die Ursache in einer depressiven Erkrankung liegt (Kroenke et al., 2009; Bair et al., 2003).
3. Welche Hausmittel können bei depressiver Verstimmung helfen?
Bei minderschweren Depressionen, nicht „nur“ bei depressiven Verstimmungen, können einfache Maßnahmen bereits eine spürbare Wirkung haben und eine wichtige Rolle bei der Selbstregulation spielen. Dazu zählen regelmäßige Bewegung, Tageslicht, strukturierte Schlafzeiten, soziale Aktivität und Stressreduktion (Schuch et al., 2018).
4. Welche Rolle spielen Entzündungen bei Depression und depressiven Verstimmungen?
Ein Teil der Forschung geht davon aus, dass chronische Entzündungsprozesse an der Entstehung solcher Erkrankungen und Beschwerden beteiligt sein können, indem sie Neurotransmitter, Stressachsen und neuronale Plastizität beeinflussen (Miller & Raison, 2016).
5. Kann die Ernährung Depressionen und depressive Verstimmungen beeinflussen?
Ja. Die sog. Ernährungspsychiatrie untersucht, wie Ernährung und psychische Gesundheit zusammenhängen. Studien zeigen, dass eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Fisch, Nüssen und hochwertigen Fettsäuren mit einem geringeren Risiko für depressive Erkrankungen verbunden ist. Gleichzeitig können stark verarbeitete Lebensmittel und hohe Zuckerzufuhr belastend wirken (Lai et al., 2014).
6. Können Darmbakterien und die Zusammensetzung des Darmmikrobioms Depressionen und depressive Verstimmungen beeinflussen?
Darmbakterien können über Nervenbahnen, Immunprozesse und Stoffwechselprodukte Einfluss auf Stimmung und Verhalten nehmen. Erste Studien untersuchen daher den Einsatz von Probiotika und Präbiotika als ergänzende Ansätze bei depressiven Beschwerden – mit vielversprechenden Ergebnissen (Dinan & Cryan, 2017).
7. Ist Lichttherapie auch außerhalb der Wintermonate sinnvoll?
Ja, obwohl Lichttherapie vor allem bei saisonaler Depression eingesetzt wird, zeigen Studien, dass sie auch bei nicht-saisonalen Depressionen wirksam sein kann. Durch gezielte Lichtexposition am Morgen kann der zirkadiane Rhythmus stabilisiert werden, was sich positiv auf Stimmung und Schlaf auswirken kann (Lam et al., 2016).
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Quellen:
· American Psychiatric Association (2013): Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5), American Psychiatric Publishing.
· World Health Organization (2019): International Classification of Diseases 11th Revision (ICD-11).
· Salk, R. H. et al. (2017): „Gender differences in depression in representative national samples: Meta-analyses of diagnoses and symptoms“, Psychological Bulletin.
· Martin, L. A. et al. (2013): „The experience of symptoms of depression in men vs. women: Analysis of the National Comorbidity Survey Replication“, JAMA Psychiatry.
· Kuehner, C. (2017): „Why is depression more common among women than among men?“, The Lancet Psychiatry.
· Holdcroft, A. (2007): „Gender bias in research: how does it affect evidence based medicine?“, Journal of the Royal Society of Medicine.
· Cuijpers, P. et al. (2020): „The effects of psychotherapies for depression on response, remission, reliable change and deterioration: A meta-analysis“, World Psychiatry.
· Stone, M. et al (2009): „Risk of suicidality in clinical trials of antidepressants in adults: Analysis of proprietary data submitted to the U.S. Food and Drug Administration“, BMJ.
· Linde, K. et al. (2008): „St John’s wort for major depression“, Cochrane Database of Systematic Reviews.
· Papakostas, G. I. et al. (2012): „L-methylfolate as adjunctive therapy for SSRI-resistant major depression: Results of two randomized, double-blind, parallel-sequential trials“, American Journal of Psychiatry.
· Grosso, G. et al. (2014): „Role of omega-3 fatty acids in the treatment of depressive disorders: A comprehensive meta-analysis of randomized clinical trials“, PLoS ONE.
· Mao, J. J. et al. D. (2015): „Rhodiola rosea versus sertraline for major depressive disorder: A randomized placebo-controlled trial“, Phytomedicine.
· Akhondzadeh, S. et al. (2004): „Comparison of Crocus sativus L. and imipramine in the treatment of mild to moderate depression: a pilot double-blind randomized trial“, BMC Complementary and Alternative Medicine.
· Galizia, I. et al. (2016): „S-adenosyl methionine (SAMe) for depression in adults“, Cochrane Database of Systematic Radenosy
· Vellekkatt, F.; Menon, V. (2019): „Efficacy of vitamin D supplementation in major depression: A meta-analysis“, Journal of Postgraduate Medicine.
· Spedding, S. (2014): „Vitamin D and depression: A systematic review and meta-analysis comparing studies with and without biological flaws“, Nutrients.
· Okereke, O. I. et al. (2020): „Effect of long-term vitamin D3 supplementation vs placebo on risk of depression or clinically relevant depressive symptoms and on change in mood scores: a randomized clinical trial“, JAMA.
· Goldberg, S. B. et al. (2018): „Mindfulness-based interventions for psychiatric disorders: A systematic review and meta-analysis“, Clinical Psychology Review.
· Kroenke, K. et al. (2009): „An ultra-brief screening scale for anxiety and depression: The PHQ-4“, Psychosomatics.
· Bair, M. et al. (2003): „Depression and pain comorbidity: A literature review“, Archives of Internal Medicine.
· Schuch, F. B. et al. (2018): „Physical activity and incident depression: A meta-analysis of prospective cohort studies“, American Journal of Psychiatry.
· Miller, A. H.; Raison, C. L. (2016): „The role of inflammation in depression: from evolutionary imperative to modern treatment target“, Nature Reviews Immunology.
· Lai, J. S. et al. (2014): „A systematic review and meta-analysis of dietary patterns and depression in community-dwelling adults“, American Journal of Clinical Nutrition.
· Dinan, T. G.; Cryan, J. F. (2017): „Gut instincts: microbiota as a key regulator of brain development, ageing and neurodegeneration“, Journal of Physiology.
· Lam, R. W. et al. (2016): „Efficacy of bright light treatment for nonseasonal major depressive disorder: A randomized controlled trial“, JAMA Psychiatry.
· * = International Units (Internationale Einheiten).
1 µg Vitamin D = 40 IU