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Vitamin D3 und K2: Ein unschlagbares Duo für Immunsystem, Knochen – und Hormone

Vitamin D3 ist als „Sonnen-Vitamin“ ein regelrechter Promi. Genießt man das Gefühl warmer Sonnenstrahlen auf der Haut nicht häufig genug, kann es dieses Defizit ausgleichen. Doch ohne seinen weniger berühmten Partner Vitamin K2 bleibt vieles ungenutzt. Erst gemeinsam entfalten sie ihre volle Wirkung: Für starke Knochen, ein stabiles Immunsystem, gesunde Gefäße – und auch im hormonellen Gleichgewicht spielt das Duo eine nicht zu unterschätzende Rolle.

In diesem Beitrag erfahren Sie u. a., wie Vitamin D3 und Vitamin K2 wirken, warum sie zusammen eingenommen werden sollten – und wogegen.

 

D3 und K2Tandem mit systemischer Wirkung!

Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird mit Hilfe von UVB-Strahlen in der Haut gebildet – oder über Nahrungsergänzung zugeführt. Es sorgt unter anderem für die Aufnahme von Calcium im Darm. Was weniger bekannt ist: Ohne Vitamin K2 (Menachinon) kann dieses Calcium im Körper falsch verteilt werden. Wird Kalzium statt in die Knochen etwa in Blutgefäßen eingelagert, kann es zu Gefäßverkalkungen kommen – mit weitreichenden Folgen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall. K2 aktiviert jedoch Proteine wie Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein, die Calcium dorthin bringen, wo es hingehört.

Wer Vitamin D3 einnimmt, daher sollte immer auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 achten.

 

Starke Knochen, gesunde Gefäße – Wirkung wissenschaftlich belegt

Die gesundheitsfördernden Effekte der Kombination:

  • Knochengesundheit: Eine randomisierte Studie aus dem Journal of Bone and Mineral Research zeigt, dass D3 + K2 gemeinsam die Knochendichte verbessern – besonders bei Frauen nach den Wechseljahren (Knapen et al., 2013).
  • Gefäßschutz: Vitamin K2 kann laut Rotterdam Study die Gefäßverkalkung hemmen und das Risiko für koronare Herzerkrankungen senken (Geleijnse et al., 2004).
  • Zellschutz: Vitamin D3 beeinflusst mehr als 1.000 Gene und spielt eine Rolle bei der Zellteilung, Immunregulation und der Prävention chronischer Erkrankungen – von Infekten bis Autoimmunerkrankungen (Holick, 2007).

 

Weniger Stimmungsschwankungen, mehr Zyklus-Balance

Spannend ist der Blick auf die hormonelle Ebene.

Vitamin D3 ist an der Produktion und Regulation vieler Hormone beteiligt, z. B. auch an der Östrogen- und Progesteron-Balance. Vitamin K2 wiederum greift hier indirekt über seine Beteiligung an Zellkommunikation und Calcium-Stoffwechsel ein.

Eine iranische Studie zeigte, dass die Einnahme von 1,25 mg Vitamin D3 über 4 Monate PMS‑Beschwerden wie Reizbarkeit, Müdigkeit und Brustspannen signifikant linderte (Heidari et al., 2019).

In einer iranischen Studie mit Jugendlichen sank die PMS-Prävalenz nach hochdosierter Vitamin-D3-Gabe signifikant von 14,9 % auf 4,8 % (Bahrami et al., 2018).

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K2 wirkt durch besseren Calcium-Transport, stabilere Zellfunktionen und entzündungshemmende Prozesse synergistisch.

 

Für wen, wann, wie viel, worauf achten? – die Anwendung in der Praxis

Empfolenen Tagesdosen

·       Vitamin D3: 1.000 – 2.000 IE/Tag für die Basisversorgung (bei Mangel oder besonderen Bedürfnissen mehr – nach Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal)

·       Vitamin K2 (als MK-7): 100 – 200µg/Tag (besonders gut bioverfügbar in dieser Form)

Wichtig bei der Produkt-Auswahl

·       Produkte mit geprüfter Bioverfügbarkeit

·       Kombination von D3 + K2 in einem Präparat ist möglich, ideal mit etwas Öl für bessere Aufnahme.

·       Bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern wie Marcumar sollten Sie Rat von medizinischen Fachpersonal einholen.

Wann und wem wird die Einnahme von D3 und K2 besonders empfohlen?

·       Frauen mit hormonellen Schwankungen, Zyklusproblemen oder PMS

·       Bei niedrigem Sonnenlicht-Kontakt oder im Winter

·       Ältere Menschen (wegen reduzierter Hautsynthese von D3)

·       Alle mit Risiko für Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen

·       Auch für Jugendliche in der Wachstumsphase oder Frauen mit Endometriose können D3 und K2 interessant sein – hier läuft gerade auch neue Forschung.

 

FAQ – häufige Fragen zu D3 und K2

 1. Kann man Vitamin D3 ohne andere Komponenten einnehmen?

Ja, aber für eine sichere Einnahme ist die Kombination empfehlenswert.

2. Wie wird ein Vitamin-D3-Mangel festgestellt?

Ein Bluttest beim Arzt (25-OH-D-Wert) gibt Aufschluss. Werte unter 30 ng/ml gelten als suboptimal.

3. Welche Darreichungsformen von D3 und K2 gibt es?

o   Tropfen (Öl-Lösungen):

  • Sehr beliebt, da fettlöslich – hohe Bioverfügbarkeit.
  • Meist in MCT-Öl, Olivenöl oder Kokosöl gelöst.
  • Oft als Kombipräparat D3 + K2 erhältlich.
  • Ideal für Menschen mit Schluckbeschwerden oder zur individuellen Dosierung.

Beispiel: Vitamin D3 1.000 IE + K2 (MK-7) 100 µg pro Tropfen

o   Kapseln:

  • Praktisch für unterwegs.
  • Oft in Öl gefüllt, teils auch als Pulverform (dann evtl. geringere Aufnahme).
  • Kombipräparate oder Einzelsubstanzen möglich.

o   Tabletten / Lutschtabletten:

  • Meist in Trockensubstanz.
  • Bioverfügbarkeit kann schwanken, da fettlösliche Vitamine ohne Öl schlechter aufgenommen werden.
  • Für Personen geeignet, die keine Öle vertragen oder bevorzugt Tabletten nehmen.

o   Sprays:

  • Werden über die Mundschleimhaut absorbiert.
  • Schnelle Resorption, einfache Anwendung – besonders beliebt bei Kindern und Senioren.
  • Meist in niedriger Dosierung, daher gut portionierbar.

o   Kombiniert in Multi-Nährstoff-Präparaten:

  • In speziellen Formeln für Knochen, Immunsystem oder PMS.
  • Oft kombiniert mit Kalzium, Magnesium oder Vitamin A.

Bei fettlöslichen Vitaminen wie D3 und K2 sind ölbasierte Tropfen oder Kapseln in Öl meist die effektivsten Formen. K2 in Form von MK-7 (Menachinon-7, all-trans) gilt als besonders stabil und bioverfügbar. 

4. Sind Nebenwirkungen möglich?


Man sollte niemals nie sagen, doch die kombinierte Einnahme von D3 und K2 ist gut verträglich und nebenwirkungsarm.

5. Sind schädliche Überdosierungen möglich?

Wie so vieles, können auch D3 und K2 theoretisch überdosiert werden. Aber nur sehr hohe Dosen über einen langen Zeitraum führen beispielsweise zu Gefäßverkalkungen.

 

Fazit: D3 und K2 – einzeln gut, gemeinsam noch besser!

Vitamin D3 und Vitamin K2 sind mehr als nur gut für die Knochen: Sie sind vielseitige Multitalente für Zellschutz, hormonelles Gleichgewicht und Entzündungsregulation. Gerade bei zyklusbedingten Beschwerden können sie eine wertvolle Ergänzung sein – und das ganz ohne synthetischen Hormon-Eingriff Wer sein inneres Gleichgewicht sucht, sollte also auch auf dieses sonnige Duo setzen.

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Quellen:

·       Heidari, H. et al. (2019): „Vitamin D Supplementation for Premenstrual Syndrome-Related inflammation and antioxidant markers in students with vitamin D deficient: a randomized clinical trial .Scientific Reports

·       Bahrami, A. et al. (2018): „High dose vitamin D supplementation can improve menstrual problems, dysmenorrhea, and premenstrual syndrome in adolescents.Gynecological Endocrinology

·        Knapen, M. H. J. et al. (2013): „Vitamin K2 supplementation improves hip bone geometry and bone strength indices in postmenopausal women.“ Osteoporosis International

·        Geleijnse, J. M. et al. (2004): „Dietary intake of menaquinone is associated with a reduced risk of coronary heart disease: the Rotterdam Study.“ J. of Nutrition

·        Holick, M. F. (2007): „Vitamin D deficiency.“ New England J. of Medicine