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mRNA-Impfstoffe: Fortschritt oder Fehler? Was wir wissen – und was nicht!

Eine Technologie, die als Meilenstein gefeiert wird, aber mit Zurückhaltung betrachtet werden sollte: die mRNA-Impfstoffe. Seit der COVID-19-Pandemie werden sie als medizinische Innovation gepriesen – unterliegen aber auch öffentlicher Skepsis.

Lesen Sie über die Grundlagen der mNRA-Technologie, erfahren Sie, welche Erkenntnisse als gesichert gelten und welche Fragen noch beantwortet sind!

 

Zunächst folgen wir dem Geld

Um das gleich vorwegzunehmen: Ja, es geht auch um Geld. Während der Corona-Impfkampagne erhielten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland für jede verabreichte Impfung eine gesonderte Vergütung – ein Punkt, der bis heute kritisch diskutiert wird.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) lag das Honorar zunächst bei 20 Euro pro Impfung, wurde dann aber im Verlauf der Kampagne mehrfach erhöht. So stieg der Satz 2021 auf 28 Euro pro Injektion, an Wochenenden, Feiertagen und in speziellen Impfaktionen wurden sogar 36 Euro gezahlt (KBV.de – COVID-19-Impfung, Stand 2021/22).

Diese Regelung galt für alle zugelassenen Corona-Impfstoffe, also auch für die mRNA-Vakzinen von BioNTech/Pfizer und Moderna, die den Hauptanteil der Impfungen ausmachten. Die Vergütung wurde aus Bundesmitteln über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) abgewickelt. Eine ähnliche Regelung bestand auch für Apotheken und mobile Impfzentren, wenn diese über ärztliche Leitung arbeiteten.

Offiziell sollte das Honorar den „erhöhten organisatorischen Aufwand“ decken – etwa Dokumentation, Aufklärungsgespräch und Impfeintrag im digitalen System. Skeptiker sahen darin jedoch ein mögliches finanzielles Anreizsystem, das eine zu starke Impfdynamik fördern könnte. Denn anders als bei Routineimpfungen handelte es sich hier um ein Sonderhonorar außerhalb der regulären ärztlichen Vergütungssysteme. Die Ärztekammern und KVen argumentierten, der administrative Mehraufwand sei enorm und ohne diesen Zuschlag nicht leistbar gewesen (Ärztezeitung, 24.03.2023).

Das Honorar wurde mit dem schrittweisen Ende der Impfkampagne im Frühjahr 2023 wieder abgesenkt und schließlich in die Regelversorgung überführt.

Laut Berichten lag die reale Vergütung in den Impfzentren oft höher, da auch Pauschalen für Personal und Infrastruktur gezahlt wurden – teils mehrere Hundert Euro pro Stunde für impfende Ärzte (Capital, 26.12.2021).

Der Staat wollte eine möglichst schnelle Durchimpfung erreichen und gleichzeitig verhindern, dass Arztpraxen andere Leistungen vernachlässigen. Die hohe Vergütung sollte die Impfbereitschaft in der Ärzteschaft steigern.

In der Medizin können finanzielle Anreize immer auch Interessenkonflikte schaffen – insbesondere, wenn sie mit politischem Druck und unklarer Informationslage zusammentreffen.

Daher nun zu konkreten Informationen, einmal mehr auch über Geld ...

 

Datenerhebung als Deckmantel für Impfquoten ab 2026?!

Im Netz wird derzeit viel über angebliche „Impfquoten-Vorgaben“ für Ärztinnen und Ärzte ab 2026 diskutiert. Offiziell dementieren Politik und Behörden, dass Mediziner gesetzlich zu bestimmten Impfquoten verpflichtet werden sollen.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigen neue Gesetzesinitiativen, dass die Richtung längst vorgegeben ist.

Im Zuge der Digitalisierung des Gesundheitswesens sollen künftig Versorgungsdaten zentral erfasst und ausgewertet werden. Dazu gehört laut Bundesgesundheitsministerium auch, wie viele Impfungen in einer Praxis vorgenommen werden – festgeschrieben im Digitalen-Versorgung-Gesetz (DVG) und in der Weiterentwicklung des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes (GDNG).

Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) arbeitet bereits an „Qualitätsindikatoren“, die explizit auch Impf-Statistiken berücksichtigen (IQTIG, 2024).

Offiziell sollen diese Kennzahlen nur der „Qualitätssicherung“ dienen. Doch wenn künftig ärztliche Leistungsauswertungen, Boni oder Vertragsbedingungen mit solchen Daten verknüpft werden, entsteht ein indirekter ökonomischer Druck, bestimmte Quoten zu erreichen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weist selbst darauf hin, dass Präventionskennzahlen künftig ein Kriterium bei der Vergütung werden könnten (KBV, 2024).

Mit anderen Worten: Wenngleich noch kein Gesetz Ärzte zwingt, mehr zu impfen, sind die Strukturen für eine solche Steuerung bereits angelegt – und es wäre nicht das erste Mal, dass aus freiwilligen Datenerhebungen ein verpflichtendes Kontroll-Instrument entsteht.

 

Wer profitiert von diesen Vorhaben?

Wenn Gesundheit und Digitalisierung verschmelzen, entstehen neue ökonomische Interessen – und dazu gehören nicht primär die Patientinnen und Patienten.

Gesetzgebungen wie das Digitale‑Versorgung‑Gesetz (DVG) schaffen neue Erstattungsmöglichkeiten für digitale Medizinprodukte („Apps auf Rezept“). Dies eröffnet Herstellern digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) und IT-Dienstleistern eine neue Einnahmequelle.

Mittelbar profitieren auch Krankenkassen, weil bereits heute Bonus- und Vorteilssysteme existieren, bei denen Versicherte für präventive Maßnahmen – inklusive Schutzimpfungen – Prämien erhalten. Damit liegt ein wirtschaftliches Interesse nahe: Je mehr Impfungen abgerechnet werden, desto größer das Potenzial für Bonusprogramme.

Ferner gilt: Je umfangreicher Gesundheitsdaten digital erfasst und ausgewertet werden – etwa über das Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG) – desto größer das Interesse von datenverarbeitenden Firmen, Forschungseinrichtungen und Plattformanbietern.

 

Aber was sind mRNA-Impfstoffe und wie funktionieren sie?

mRNA steht für „messenger Ribonucleic Acid“, auf Deutsch „Boten-Ribonukleinsäure“.

Sie ist ein natürlicher Bestandteil jeder Körperzelle und wirkt wie ein Bauplan-Bote: Wenn eine Zelle ein bestimmtes Protein herstellen soll, kopiert sie die Information aus der DNA im Zellkern in Form einer mRNA. Diese wandert zu den Ribosomen, den „Produktionsstätten“ der Zelle, wo nach dieser Anleitung das gewünschte Protein zusammengesetzt wird.

mRNA-Impfstoffe nutzen genau diesen natürlichen Mechanismus. Sie bringen dem Körper die „Bauanleitung“ für ein bestimmtes Virusprotein – meist das Spike-Protein von SARS-CoV-2 – bei. Die Zellen produzieren dieses Protein selbst, damit das Immunsystem es als fremd erkennt und Antikörper und spezifische Immunzellen dagegen bildet. Es handelt sich dabei nicht um klassische Lebend- oder Totimpfstoffe, sondern um eine neue molekulare Technologie (Pardi et al., 2018).

Die verwendete mRNA wird synthetisch hergestellt und in Lipidnanopartikel (LNP) verpackt, winzige Fettkügelchen, die sie in die Zellen einschleusen. Diese Transporthüllen sind entscheidend für die Wirksamkeit, können jedoch auch Entzündungsreaktionen auslösen – was einerseits die Immunantwort verstärkt, andererseits aber bei empfindlichen Personen unerwünschte Reaktionen hervorrufen kann.

Studien deuten darauf hin, dass LNPs selbst immunaktiv wirken können, was weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich ihrer Langzeitsicherheit aufzeigt (Hou et al., 2021).


Nichtsdestotrotz werden sie von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen erforscht:

·       Verschiedene Krebserkrankungen

·       Verschiedene Viruserkrankungen (u. a. auch HIV)

·       Autoimmun- und Stoffwechselerkrankungen (u. a. auch Diabetes)

·       Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nachdem der Körper das Virusprotein gebildet hat, wird die mRNA wieder abgebaut. Doch an dieser Stelle tun sich Fragen auf.

 

Was ungeklärt ist

Es gibt mehrere unbeantwortete Fragen, so z. B.:

·       Wie lange hält die Immunität tatsächlich an?

·       Wie wirken sich Lipidnanopartikel auf Organe aus?

·       Wie stabil ist die Boten-RNA in unterschiedlichen Geweben?

·       In welche Gewebe gelangen sie tatsächlich (Leber, Milz, Lymphknoten)?

·       Können sie Entzündungsreaktionen hervorrufen oder an Orten wirken, wo sie nicht beabsichtigt waren?

·       Können Autoimmunreaktionen langfristig eine Rolle spielen?

·       Welche Langzeitfolgen hat die „molekulare Technologie“ für den Körper?

·       Welche Rolle spielen wiederholte Auffrischungen für das Immunsystem?

·       Was genau passiert bei wiederholter Exposition?

Studien, u. a. im BMJ Open (Stærke et al., 2022), fordern eine mehrjährige Nachbeobachtung von Geimpften, um unerwünschte Effekte nicht zu übersehen.

Langzeitdaten sind unbedingt erforderlich. Es gibt sie nicht. Doch ohne sie wissen wir nicht, womit wir es zu tun haben, was genau unseren Organismen da zugefügt werden soll.

 

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Gliederschmerzen, Müdigkeit, Fieber … Zu dumm, dass Nebenwirkungen die gleichen Auswirkungen haben können, wie mögliche Infektionssymptome.

Doch darüber hinaus gibt es auch bestätigte seltene Komplikationen, etwa Myokarditis und Perikarditis (Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung), insbesondere bei jungen Männern nach der zweiten Dosis (Oster et al., 2022).


Weiterhin können auftreten:


·       evtl. vorübergehende Veränderungen im Menstruationszyklus (Edelman et al., 2022)
·       und Immunreaktionen (Shimabukuro et al., 2021)


Fazit: Impfquote durch die Hintertür und viele Unbekannte

Ohne unvoreingenommene Langzeitbeobachtung stellen mRNA-Impfstoffe nicht mehr dar als eine Gelddruckmaschine und ein großes Experiment mit offenem Ausgang, wobei ein Ziel der „gläserne Bürger“ zu sein scheint. Wer will das sein – und obendrein auch noch Labor-Ratte?

Also am Schluss nur Mauschelei und alle Fragen offen? Nicht ganz ...

FAQ – häufige Fragen zu mRNA-Impfstoffen

1. Können mRNA-Impfstoffe auch andere biologische Prozesse im Körper beeinflussen?

Immunologen halten es für möglich, dass Veränderungen im Zytokin- oder Hormonhaushalt nach der Impfung auftreten – vergleichbar mit den natürlichen Reaktionen nach Infektionen. Studien untersuchen derzeit, ob wiederholte Impfungen subtile Effekte auf Stresshormone oder Entzündungsmarker haben können.

2. Was geschieht mit der mRNA bei Menschen mit geschwächtem oder überreaktivem Immunsystem?

Bei immungeschwächten Personen (z. B. nach Organtransplantation) kann die Aufnahme und Verwertung der mRNA eingeschränkt sein, wodurch der Impfschutz schwächer ausfallen kann. Umgekehrt wird diskutiert, ob überaktive Immunsysteme (z. B. bei Autoimmunerkrankungen) überschießend reagieren könnten. Daten dazu sind begrenzt.

3. Ist bekannt, wie sich die wiederholte Bildung des Spike-Proteins langfristig auf den Körper auswirkt?

Das ist derzeit eine der am intensivsten untersuchten Fragen. Zwar baut der Körper das Spike-Protein ab, doch Tiermodelle und Einzelstudien deuten darauf hin, dass Spuren länger nachweisbar sein können. Ob diese Spuren biologische Folgen haben, ist völlig unklar. Es fehlen unabhängige Langzeitstudien!

4. Wie verhält sich das Immunsystem nach vielen Jahren wiederholter mRNA-Exposition?

Diese Antwort kennt derzeit niemand! Deshalb fordern Fachleute, dass mRNA-Impfstoffe in Langzeitkohorten beobachtet werden – über Jahrzehnte, nicht nur über Monate. Erst dann lässt sich sagen, ob die Technologie „sicher im Zeitverlauf“ ist.

 

Weitere Informationen zu Impfungen und anderen Themen finden Sie in den Einzelbeiträgen unseres Blogs. Besuchen Sie auch gerne unseren Online-Shop – dort finden Sie die Bände unseres „Codex Humanus“ und der Reihe „Medizinskandale“.


Quellen:

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (2021/22): „COVID-19-Impfung (Vergütung, Vorgehen, Abrechnung)“.

Online unter: https://www.kbv.de/html/covid-19-impfung.php

  • Ärztezeitung (24.03.2023): „KVen und Kassen noch weit entfernt von Einigung zum Honorar für COVID-Impfung“.

Online unter:https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Medienbericht-KVen-und-Kassen-noch-weit-entfernt-von-Einigung-zum-Honorar-fuer-COVID-Impfung-437715.html

  • Capital (26.12.2021): „Das verdienen Ärzte, die gegen Corona impfen“.

Online unter: https://www.capital.de/allgemein/das-verdienen-aerzte-die-gegen-corona-impfen

  • Bundesministerium für Gesundheit (2019): Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation – Digitales-Versorgung-Gesetz (DVG).
  • Bundesministerium für Gesundheit (2024): Gesetz zur Nutzung von Gesundheitsdaten im Gesundheits- und Pflegebereich – Gesundheitsdatennutzungsgesetz (GDNG).

  • Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) (2024): Bundesqualitätsbericht 2024 – Verfahrensübergreifender Teil.

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Qualitätsbericht 2024 – Vertragsärztliche Versorgung.

  • Pardi, N. et al. (2018): „mRNA vaccines — a new era in vaccinology“, Nature Reviews Drug Discovery.

  • Hou, X. et al. (2021): „Lipid nanoparticles for mRNA delivery“, Nature Reviews Materials.

  • Stærke, N.B. et al. (2022): „Cohort Profile: The Danish National Cohort Study of Effectiveness and Safety of SARS-CoV-2 vaccines (ENFORCE)“, BMJ Open.

  • Oster, M.E. et al. (2022): „Myocarditis Cases Reported After mRNA-Based COVID-19 Vaccination in the US“, JAMA.

  • Edelman, A. et al. (2022): „Association between menstrual cycle length and COVID-19 vaccination: a U.S. cohort“, BMJ.

  • Shimabukuro, T.T. et al. (2021): „Allergic Reactions Including Anaphylaxis After Receipt of the First Dose of Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine“, JAMA.