Korruption im Gesundheitswesen von oben abgesegnet...!

   Die Pharmaindustrie kann ganz entspannt den Ermittlungsbehörden, den Polizeien, den Staatsanwaltschaften und den Gerichten entgegensehen, weil es hat noch keine Verurteilung in Deutschland gegeben, die auf Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr, auf Korruption durch die Pharmaindustrie zurückzuführen ist, die eine Abschreckung da bieten könnte. Also die Pharmaindustrie kann in Deutschland machen was sie will!      

Uwe Dolata vom Bund der Kriminalbeamten

 

 

Kassenärzte, die von einem Pharmaunternehmen Vorteile für die Verordnung von Arzneimitteln entgegennehmen, machen sich nach geltendem Recht nicht wegen Bestechlichkeit strafbar.

                  

Mit dem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 29.03.2012 (Az GSS 2/11) ist offiziell der Korruption niedergelassener Ärzte durch die Pharmaunternehmen Tür und Tor geöffnet worden.

Wie der Bundesgerichtshof in seiner Urteilssprechung mitteilte, machen sich Kassenärzte, die für ihre Verordnungen von Arzneimitteln "Vorteile" entgegen nehmen, nach geltendem Recht nicht aufgrund Bestechlichkeit strafbar.

Zu begründen sei das mit der Einstufung des niedergelassenen Arztes als Freiberufler, denn nach geltendem Recht sind neben Amtsträgern ausschließlich Angestellte und Beauftragte eines geschäftlichen Betriebes aufgrund von Bestechlichkeit belangbar.

In der Urteilsbegründung sprach der Richter ausdrücklich von korruptivem Verhalten, allerdings habe dieser lediglich zu entscheiden „ob korruptives Verhalten von Kassenärzten und Mitarbeitern von Pharmaunternehmen nach dem geltenden Strafrecht strafbar ist“, dieses jedoch  „war zu verneinen“.[1]

 

Im Klartext ist es also den Praxis-Ärzten nun offiziell erlaubt, was sie seit vielen Jahren mit etwas mulmigem Gefühl praktiziert haben und nun (da offiziell nun legalisiert) intensiver praktizieren werden:

sie dürfen Prämien und Geschenke von Pharmaunternehmen entgegennehmen, wenn Sie im Gegenzug so und so oft das eine oder andere Medikament verschreiben..!

 

Hierzu muss man wissen, dass in Deutschland die Pharmaunternehmen die Preise für die Medikamente bestimmen - die Krankenkassen müssen bezahlen, was die Pharmaunternehmen ihnen aufdiktieren.

Immer wieder versucht zwar seit vielen Jahren die jeweilige Bundesregierung, diesen unhaltbaren Zustand zu ändern, in dem sie die s.g. "Positivliste" einzuführen versucht. Die Positivliste ist eine Auflistung von Medikamenten, die zuvor von einem unabhängigem Gremium hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit aufgestellt wird, und nur die Kosten für diese Medikamente dürfen dann von den Krankenkassen übernommen werden.

Eine solche Positivliste wird In den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union, so u.a. in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Schweden, gepflegt.[3] Und auch in der Schweiz existiert mit der Spezialitätenliste ebenfalls eine abschließende Positivliste für Arzneimittel.[4]

 

Deutsche Politiker sind seit Jahren bestrebt, die Arzneimittelkosten zu senken, so auch der Herr Seehofer in seiner Amtszeit als Gesundheitsminister.

Dieser wollte die s.g. „Positiv-Liste“ einführen, also eine Liste die Medikamente enthält, bei denen das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und andere Medikamente vom Verschreiben seitens der Ärzte ausschließt! 

Es drohten der Pharmaindustrie Milliardenverluste, viele Pharmaunternehmen wollten ihre Medikamente auf dieser Liste sehen - den Druck hat Seehofer zu spüren bekommen: 


Original-Ton Horst Seehofer am 1.6.2006 vor dem ZDF[2]

„ Es kann nicht sein, dass eine Positivliste danach bestellt wird, wer die stärkste Lobby hat, sondern sie muß nach wissenschaftlich sauberen Kriterien gemacht werden und dies war in einer überschaubaren Zeit nicht möglich und deshalb haben wir sie dann beerdigt. Übrigens jede Folgeregierung auch!“ 

Auf die Folgefrage: „Heißt das denn, dass die Lobby wirklich so stark war, die Pharmalobby gegen die Politik, und Sie quasi dann da zurückziehen mussten?“ 

Seehofer: „Ja, das ist so seit 30 Jahren, bis zur Stunde!“ 

 

 

"Laut Arzneimittelgesetz können pharmazeutische Unternehmen - sobald ein Medikament zugelassen ist - den Preis völlig frei bestimmen. Sogar dann, wenn Medikamente gegenüber den bereits auf dem Markt befindlichen keinen neuen Nutzen enthalten."[3]   (3Sat)

 

 

 

Wir halten als Zwischenfazit fest:

1) In Deutschland bestimmt die Pharmaindustrie die Preise für die Medikamente, die dann die Krankenversicherungen zu bezahlen haben, wenn die Praxis-Ärzte diese verschreiben.

2) Seit dem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 29.03.2012 (Az GSS 2/11)  dürfen Praxis-Ärzte Prämien und Geschenke für bestimmte Anzahl von Verschreibungen für bestimmte Medikamente legaler weise von der Pharmaindustrie entgegennehmen.

3) Weder die Politik, noch die Krankenversicherer haben in diesen Belangen ein Wörtchen mit zu reden!

 

Ein folgenschweres Szenario daraus...

Es gehört nicht allzu viel Phantasie dazu, um sich auszurechnen, wozu dieses an sich schon als korrupt zu verurteilende 3er-Geflecht führt, und wer es am Ende auf welche Weise auszubaden hat...

Seit langem klagen die niedergelassenen Ärzte über die streng zugeschnittenen Abrechnungsmodelle der Krankenkassen, die dazu führen, dass viele Ärzte der Meinung sind, mit ihrer Arztpraxis nicht mehr hinreichend verdienen zu können.

Noch während der frisch niedergelassene Arzt niedergeschlagen, Kopf in den Händen vergraben, über seine Abrechnungen lamentiert, klingelt es an der Tür und ein freundlicher Herr mit zurückgegelten Haaren, teurem Anzug und einem Köfferchen in der Hand - seines Zeichens Pharmavertreter - begrüßt den mutlosen Jungarzt und schlägt diesem einen sehr ertragreichen Deal vor...: 

"Sie erleben es doch tagtäglich, Herr Doktor - die Arbeitnehmer stehen immer mehr unter Stress, soll man es denn etwa zulassen, dass sie an ihrem Job zugrunde gehen...? Wenn Sie so und soviele Päckchen unseres Antidepressivums verschreiben, erhalten Sie am Quartalsende als Prämie einen schönen Flachbild-Fernseher...!

Und Stress führt ja häufig zu Bluthochdruck, nun ja - mehr oder weniger...Aber wenn Sie zusätzlich von diesen Betablockern so und soviele Päckchen verschreiben, kommt noch dies und jenes im Wert von .....dazu.

Dann hätten wir noch etwas gegen ADHS, Sie wissen schon, sehr viele Kinder leiden unter diesem unerträglichen Zappelphilipp-Syndrom...Das erkennen Sie ja bereits, wenn das Kind etwas unruhig auf dem Schoß seiner Mutter hin und herschaukelt....Hierfür bedanken wir uns am Jahresende mit einem netten Kurzurlaub für Sie und Ihre Gemahlin..."

 

 

Wissen Sie was...? Exakt so produziert man Fehldiagnosen - und exakt so macht man die Bevölkerung krank...!!! In Zahlen ausgedrückt, liest sich das dann wie folgt:

70-80% aller Patienten werden fehldiagnostiziert!

Schockierender Weise werden mehr als 70-80 % aller Patienten in Deutschland fehldiagnostiziert und folglich falsch behandelt - sie versterben zumeist an den Folgen dieser Fehlbehandlung, wie Autopsieberichte ans Tageslicht bringen konnten![4]

 

100 000 Tote jedes Jahr allein in den USA durch Fehlbehandlung!

Laut einer Studie der renommierten und hoch angesehenen, amerikanischen Harvard University, kommt rund eine Million Menschen in den USA Jahr für Jahr aufgrund ärztlicher Maßnahmen zu Schaden, was sich in 45 000 bis 98 000 Todesfällen widerspiegelt![5]

 

Finanzieller Schaden von bis zu 18 Milliarden Euro

Der jährliche finanzielle Schaden im Gesundheitswesen, der durch Korruption, Abrechnungsbetrug und Falschabrechnung entsteht, wird von der SPD auf bis zu zehn Prozent der Gesundheitsausgaben oder rund 18 Milliarden Euro geschätzt.

Aber wie wir bereits oben betont haben, wiegt der Schaden am Patienten sehr viel mehr, so schreibt diewelt.de :

"Es geht aber nicht nur um die finanziellen Folgen: Patienten drohen lebensgefährliche Nachteile bei der Behandlung, wenn etwa bei der Auswahl einer Krebstherapie nicht die medizinischen Erfordernisse den Ausschlag geben, sondern mögliche Schmiergeldzahlungen an den behandelnden Arzt."[6]

 

Um diesem Hamsterrad aus korrumpierten Ärzten zu entkommen, empfiehlt es sich auf vertrauenswürdige Praxis-Ärzte zu setzen, die sich lautstark von diesen Machenschaften distanzieren - die s.g. "MEZIS" ("Mein Essen Zahl Ich Selbst").  Sie können sicher sein, dass bei diesen Ärzten kein einziger Pharmavertreter jemals seinen Fuß in deren Praxis setzen wird...!

"Vorbeugen statt Heilen..", ein besonders im Gesundheitswesen mehr denn je aktuelles Kredo - wie Sie dieses mit Hilfe der Naturheilmedizin am besten tun können, sich selbst bei Krankheiten weiterhelfen können, erfahren Sie in unserem "Codex Humanus - dem Buch der Menschlichkeit" (siehe Buch-Bild ganz unten!)

 

 



[1] http://www.tagesspiegel.de/politik/bgh-urteil-korruptives-verhalten-ist-straffrei/6788988.html 

[2] https://www.youtube.com/watch?v=TZDgjPWfZUg

[3] http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/180915/index.html

[4] Werner Goller, „Was verschweigt die Schulmedizin?“ 2009

[5] Langbein und Ehrgartner (2002) S. 138f

[6] http://www.welt.de/wirtschaft/article112364454/Wie-sich-Aerzte-unter-der-Hand-bezahlen-lassen.html

 

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